Wollin

Wollin liegt am nördlichen Ausläufer des Landschaftsschutzgebietes Hoher Fläming, und grenzt an das Baruther Urstromtal.

mandate 38652 fotoeinsWollin ist mit seinem Ortsteil Bückermark und seinen Einzelsiedlungen Grüne, Aue, Friesdorf und Puffsmühle, als Landgemeinde mit knapp 1000 Einwohnern eines von drei Zentren im Amt Ziesar. Es liegt am nördlichen Ausläufer des Landschaftsschutzgebietes Hoher Fläming, einer in der letzten Eiszeit entstandenen Moränenlandschaft und grenzt an das Baruther Urstromtal. Abschmelzendes Eis wusch die „Rummeln“ aus, die als schmale Trockentäler die Landschaft beleben. Ausgedehnte Weideflächen, Äcker mit mageren Bodenwertzahlen, die u.a. Roggen-, Kartoffeln- und Spargelanbau ermöglichen und weitläufige Kiefernwälder, in denen man sich beim Pilzesammeln verlaufen kann, sind für die Gemarkung Wollin genauso prägend, wie lauschige Flämingbäche, Schwarz-, Rot-, und Dammwildbestände oder eine Vielzahl unterschiedlicher Vogelarten. Verkehrsgünstig an der A 2 Berlin – Hannover gelegen, 1 km von einer Abfahrt entfernt, bietet der Ort einen günstigen Ausgangspunkt für Fahrten oder Wanderungen in den Fläming. Von der Mitte des 19. Jahrhunderts an geb es im Territorium mehrere Ziegeleien; die lezte wurde 1958 abgerissen. Die Flämingbäche trieben Papier-, Mahl-, und Schneidemühlen. Die älteste, Puffs Mühle, ist denkmalgeschützt. Das seit 1926 in Friesdorf betriebene Sägewerk wird heute durch Elektrizität bewegt. In seiner Nähe befindet sich eine Rehabilitationseinrichtung für körperlich und geistig behinderte Jugendliche. Der 1970 als 10-klassige polytechnische Oberschule für fünf Dörfer eingeweihte Neubau mit Turnhalle, Sportplatz und Wirtschaftsgebäude (Küche, Speiseraum, Hort- und Werkräumen) ist seit 1992 Grundschule mit den Jahrgangsstufen 1-6. Im freundlichen Kindergarten werden Krippen-, Kindergarten- und Hortkinder betreut.

Den Mittelpunkt des Dorfes prägt neben einem kleinen Park mit öffentlichen Spielplatz die in schlichten preußischem Barock erbaute evangelische Kirche, welche unter Denkmalschutz steht. Auf dem Kirchhof erinnert ein Kriegerdenkmal an die im 1. Weltkrieg gefallenen Wolliner. In der Nähe liegen das Pfarrhaus, eine Arztpraxis, eine Zahnarztpraxis, die Bürgermeisterei, Einkaufsmöglichkeiten und eine Bankfiliale. Von zwei gastronomischen Einrichtungen befindet sich eine im Dorfinneren, die andere am Sportplatz. (Kegelbahn!) Neben einer Sauenhaltungs GbR ist die ehemalige LPG – heute Agrarunion – der größte landwirtschaftliche Betrieb im Gebiet. Bedeutung haben neben Baubetrieben eine Bauklempnerei, ein Bäcker, ein Orthopädieschuhmacher, ein Stellmacher, ein Kosmetikstudio, ein Friseursalon, eine Fahrschule und andere Gewerbe. Das Vereinsleben wird belebt durch einen Frauenchor, einen Jugendklub, einen Dorfklub, einen Taubenzüchterverein, verschiedene Sportvereine mit Kinder-, Jugend- und Alte-Herren-Fußballmannschaften, eine Jagdgenossenschaft sowie die traditionsreiche Freiwillige Feuerwehr.